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Fleißige Bienen am Dach

27.10.2021

Im Viertel Zwei summt und brummt es

Nachhaltige Zeichen zu setzen, ist oft mit einfachen Maßnahmen möglich. Im Viertel Zwei – einem der vielfältigsten und spannendsten Stadtentwicklungsprojekte Wiens – haben wir bewiesen, wie sich Klimaschutz und Innovation, modernes Wohnen und urbane Gemütlichkeit miteinander verbinden lassen. Die mehr als 7.000 Menschen, die hier bereits leben und arbeiten, haben nun summende Gesellschaft bekommen. Am 13. Oktober sind rund 100.000 Bienen – es handelt sich um die westliche bzw. um die Kärntner Honigbiene (Apis mellifera carnica) – am Dach der Tribüne 2 in zehn Bienenstöcke eingezogen.

Urban Beekeeping
„Im Sinne der nachhaltigen Immobilienentwicklung werden die leeren Dächer im Gegensatz zu früher effizienter genutzt. Mit unseren Bienenstöcken tragen wir zur Biodiversität in der Stadt bei und betreiben gleichzeitig urbane Landwirtschaft. Das Ergebnis eines erfolgreichen Jahres ist dann leckerer Blütenhonig! Unsere Bienen ernähren sich nämlich hauptsächlich von den blühenden Bäumen und Wiesen im Prater“, erklärt Julia Pelzl, Development Managerin bei Value One.

Auf Futtersuche im Grünen Prater
Bei den anfangs 100.000 Bienen bleibt es nicht lange. Nach der Brut sollen es bereits 600.000 fleißige Tiere sein – ihre Anzahl hängt mit der Jahreszeit und den Temperaturen zusammen. Im Umkreis von drei Kilometern des Viertel Zwei werden sie auf Futtersuche gehen, sobald das Wetter wieder wärmer ist. Die Außentemperaturen müssen dafür über zehn Grad Celsius liegen. Dann finden die Bienen allerdings ideale Bedingungen: Nicht nur der Grüne Prater, sondern auch die revitalisierten Tribünen bieten eine Vielfalt an unterschiedlichen Pflanzen und Sträuchern. Und selbst am Dach, dort wo die Bienen „wohnen“, blüht und gedeiht es. Als Trinkquelle dienen unter anderem der See im Viertel Zwei und der Teich bei der Tribüne.

400 Gramm süßes Gold
Das einzigartige Projekt haben wir gemeinsam mit der Wiener Bezirksimkerei umgesetzt. Deren Imker und Imkerinnen kümmern sich um die fleißigen Insekten. Im Winter steht hier vor allem die Behandlung gegen die Varroamilbe im Vordergrund. Nur wenn sich der Schädling im Stock nicht ausbreitet und die Brut nicht befällt, können die Bienen gesund ins Frühjahr starten. Im März werden Königin und Bienenstöcke ausgewintert, damit sie sich wieder auf Honigsuche begeben und die Brut aufziehen.

Die wichtigen Insekten stellen übrigens keine Gefahr für die Bewohnerinnen und Bewohner dar. Sie stechen schließlich nur, wenn man sie angreift. Wir freuen uns somit bereits auf das nächste Jahr, wenn der erste Honig das Viertel Zwei versüßt. In einem Jahr kann die Ernte rund 400 Kilogramm betragen.

 

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Impressionen

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